SWETI-ZCHOWELI

Die Kathedrale Sweti-Zchoweli (Lebende Säule)

 

Die Kathedrale Sweti-Zchoweli war die Hauptkirche des Katholikos-Patriarchen, dem Oberhaupt

georgischer Christen. Sie wurde im Auftrag des Patriarchen Melchisedek zwischen 1010 und 1029

von Baumeister Arsukidze erschaffen. Einige Teile der Basilika übernahm Arsukidze von einem

ursprünglichen Monument aus dem 5. Jahrhundert. An der Stelle der heutigen "Sweti-Zchoweli"

stand bereits im 4. Jahrhundert eine kleine aus Holz gefertigte Saalkirche. Die Reste dieser Kirche

fand man zufällig im Jahre 1970 unter dem Fundament. Schon damals trug diese Kirche den Namen

"Sweti-Zchoweli", was übersetzt „lebende, lebensspendende Säule“ bedeutet. Baumeister

Arsukidze baute das vorhandene Gemäuer um. Er formte aus der ursprünglichen dreischiffigen eine

Kuppelbasilika; vier Eckpfeiler tragen den einzigartigen Tambosar in einer Höhe von über 40

Metern. Baumeister Arsukidze verewigte sich an der Nord- und Ostfassade von "Sweti-Zchoweli“.

So steht an der Ostseite: „Lobpreist im Namen Christi, des Herren, Melchisedek, Patriarch von

Kartei, Amen. Errichtet wurde diese heilige Kirche durch die Hand Eures armseligen Knechtes

Arsukidze. Möge Gott seiner Seele Frieden geben.“

Obwohl die Kathedrale "Sweti-Zchoweli" mehrmals umgebaut wurde, hat ihre Wirkung nicht

nachgelassen. Die räumliche Gestaltung beeindruckt nach wie vor.

Dieses Gotteshaus diente als repräsentatives Gebäude für Krönungszeremonien, wurde aber auch

als Grabkirche für georgische Könige genutzt.

 

DSCHWARI

Dschwari-Kirche (Kreuzkirche)

 

An der Stelle, wo die Flüsse Aragwi und Mtkwari zusammenfließen, wurde zwischen 586 und 604n. Chr. unter der Königsherrschaft von Stephan I. die Kreuzkirche Dschwari errichtet, nicht weit entfernt von der Stadt Mzcheta. Die mathematisch tadellose Konstruktion besteht aus vier Apsiden und vier Seitenkammern, die durch dreiviertelrunde Nischen mit dem Zentralraum verbunden sind. Die äußere Ausführung entspricht dem inneren Bau. Das Bauwerk befindet sich nicht im Tal, sondern auf einem Felsen, was seinerseits den Eindruck unglaublich verstärkt. Die südlichen und östlichen Fassaden sind mit verschiedenen Reliefs geschmückt. Das Kreuz ist der Mittelpunkt der

Kirche und schreibt gleichzeitig die Konstruktion des Gotteshauses vor.

 

MZCHETA

Mzcheta

 

Mzcheta war vom 4. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. die Hauptstadt Iberiens. Bereits seit der Bronzezeit existierten kleine Siedlungen, die mit der Zeit eine größere Bedeutung bekamen, weil sich an der Mündung des Flusses Aragwi zwei Handelsstraßen kreuzten. Zum wichtigstenMachtzentrum Ostgeorgiens wurde Mzcheta, als dort der Sitz eines Statthalters Iberiens eingerichtet

wurde. Mzcheta blieb der religiöse Mittelpunkt des Landes, nachdem Wachtang Gorgasali Ende des fünften Jahrhunderts Tiflis zur Hauptstadt kürte.

 

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